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H.H.
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Beitrag von H.H. »

Überlegungen über das Leben in Thailand für Farang`s


Jedes Jahr kommen vor dem Jahresende viele Farang nach Thailand. Die überschwemmen unser Land und es gibt immer Probleme mit ihnen. Deshalb veröffentlichen Sie bitte diese Schrift, damit sie wissen, wie sie sich zu benehmen haben und uns verstehen lernen.


Ich hoffe, daß Sie jemand finden, der dieses Schreiben richtig aus dem Thailändischen übersetzt, weil das sehr schwierig ist, denn wir sind eine Kulturnation und die Farang haben keine Bildung.
Deshalb ist es sehr schwierig, meine Mitteilungen von unserer gebildeten Sprache so ins Barbarische zu übersetzen, daß auch die ungebildeten Farang sie richtig verstehen können.

Ich habe ein großes Geschäft in Pattaya und ich habe viel unter den Farang zu leiden, weil ich viel mit ihnen zu tun habe und viele in meinen Laden kommen, um bei mir etwas zu kaufen. Aber ich weiß, daß sie es nicht böse meinen. Sie benehmen sich nur so schlecht, weil sie so ungebildet sind.

Ich habe eine sehr gute Schulbildung, weil mein Lehrer der Oberlehrer war und als er mich nach dem vierten Schuljahr entlassen hat, hat er mir gesagt, daß ich sein bester Schüler war und ich würde es noch zu etwas bringen in meinem Leben. Und nun habe ich ein großes Geschäft und verkaufe viele Sachen an die Farang.

Ich bin schon sehr lange in Pattaya, ich habe schon viel mit Farang gesprochen und viele Farang sind meine besten Freunde, die kommen jedes Jahr wieder, weil sie mich sehen wollen und weil es in Thailand so schön ist und so viele Tempel gibt. Ich habe ihnen schon viel geholfen, damit sie sich richtig benehmen, etwas Thai lernen und nicht so viele Probleme machen, damit sie sich hier richtig ausruhen können. Sie haben sich schon viel gebessert und können sogar schon Lao Khao trinken, den weißen Reisschnaps, auf den wir so stolz sind und den wir den Farang zu trinken geben, weil wir sehen wollen, ob sie schnell betrunken werden und ob sie dann vielleicht eine Flasche Mekong kaufen.

Ich muß damit anfangen, zu erklären, was in Thailand wichtig ist. Das Wichtigste ist natürlich Thailand, weil es das beste Land der Welt ist. Das kommt, weil wir Thailänder hier geboren sind. Wäre es nicht das beste Land, dann wären wir Thailänder nicht hier geboren, woran man sehen kann, daß es kein besseres Land gibt, als Thailand, weshalb wir ja auch nicht ins Ausland fahren, sondern die Farang viel Geld bezahlen, damit sie einmal unser Land und unsere Tempel sehen dürfen.

Ich muß kurz die Geschichte erklären, damit die Farang uns verstehen:
Schon lange, bevor die Farang nach Pattaya kamen, haben Mengrai, Ramkamhaeng und U Thong, die aus verschiedenen unabhängigen Fürstentümern der Thai kamen, die Stadtstaaten Chieng Saen, Sukhothai und Ayutthaya gegründet, aus denen dann Siam wurde. Die Farang haben nie einen Mengrai, keinen Ramkamhaeng und keinen
U Thong zum König gehabt, weshalb sie keine Kulturnationen sein können.

Ich habe König Naresuen zum Vorbild. Er ist der wichtigste Held in der thailändischen Geschichte, weil er bei einem Elefantenzweikampf mit einem burmesischen Prinzen einen Krieg gegen Burma gewonnen hat. Die Farang haben nie einen Krieg mit einem Elefantenzweikampf gewonnen und nie einen Naresuen gehabt, weshalb sie auch keine Kriegernationen sein können und keine Ahnung vom Krieg haben.

Ich kann das mit dem zweiten Weltkrieg beweisen, wo Thailand auf der Seite von Deutschland und Japan stand. Da haben diese Länder große Schlachten gewonnen und viele Länder besetzt. Als wir sahen, daß die Amerikaner viel mehr Dollars hatten, als unsere Verbündeten, haben wir uns auf die Seite der Amerikaner geschlagen, weshalb Deutschland und Japan bald darauf den Krieg verloren haben. Daran kann man sehen, daß wir Thai viel klüger sind und die Farang keine Ahnung vom Krieg haben, denn wir brauchten gar nicht zu kämpfen und haben doch gewonnen. Ich muß nun auf den nächsten Punkt zu sprechen kommen, auf die Schönheit.

Die ist in Thailand viel wichtiger als alles andere. Da steht an erster Stelle die Religion mit den schönen Tempeln und den vielen schönen Zeremonien, von denen wir viele aus Indien und Sri Lanka übernommen
haben. Nein, wir glauben nicht wirklich an Buddha und wollen uns gar nicht überlegen, was er gesagt hat. Das ist bei uns so ähnlich, wie bei den Christen. Aber wir haben viel schönere Tempel. Die sind so schön, daß viele Farang nach Thailand kommen, nur um die Tempel zu sehen, hat die Regierung gesagt, weshalb wir viel religiöser sind, als die Farang.

Besonders schön ist es auch, wenn wir uns in schönster Kleidung in den schönen Tempeln treffen und miteinander über dumme Nachbarn und Farang sprechen, weil die nicht schön sind und nicht wissen, was das ist.
Wir tätowieren uns schöne heilige Zeichen auf den Körper, damit die vielen Geister uns nicht gefährlich werden können, während Farang sich nur Dolche, Schlangen, Anker und nackte Frauen tätowieren, wo die überhaupt nicht schön sind und die Geister vor denen gar keine Angst haben, woran man erkennen kann, daß wir viel schöner und viel klüger sind, als Farang. Ich habe viele Farang gesehen, die ihre Tätowierungen an Armen und Beinen und auch auf ihrem dicken Bauch sehen lassen, weil sie nicht wissen, was schön ist. Wir freuen uns gar nicht, wenn wir sie so sehen.

Ich habe viele Farang erlebt, die um den Preis der Waren feilschen. Sie wissen gar nicht, daß das nicht schön ist. Reiche Leute bezahlen den geforderten Preis, das macht einen schönen Eindruck. Neulich hat ein Farang bei mir einen Bleistift für zehn Baht gekauft und mir einhundert Baht gegeben. Ich glaubte, das sei ein Tip, weil Farang so reich sind, doch er wollte das Wechselgeld haben. Das war sehr häßlich.

Ich bedauere sehr, daß die Farang unsere schöne Musik nicht verstehen. Schon die klassische thailändische Musik besteht darin, daß viele schöne einzelne Töne ganz bunt hintereinander gespielt werden. Dabei braucht man nicht zu denken, denn die Töne und die Tonfolge sagen nichts aus und haben keinen Inhalt. Deswegen kann man einfach die vielen schönen Töne hören, ohne dabei etwas empfinden oder denken zu müssen und sich damit den Abend zu verderben. Die Lieder, die sich später entwickelt haben, sagen auch nichts aus und sind sehr schön. Sie haben immer Liebe, Triebe, Herz, Schmerz, Verlassenwerden, Hochzeitsnacht und andere schöne Themen zum Inhalt, über die man nicht nachdenken muß. Die ganz modernen Lieder werden oft nach dem westlichen Musiksystem gespielt, wo ganz viele Töne auf einmal kommen, was die Farang ‘Harmonie’ nennen, und man hat nicht einmal Zeit, die einzelnen schönen Töne zu hören. Ich finde die neuzeitlichen Lieder von Ed Karabao ganz schlimm, der auch diese westlichen Harmonien verwendet und Sachen singt, die etwas aussagen und über die man nachdenken muß. Dabei kann man noch nicht einmal meditieren und zufrieden auf sich selbst konzentrieren, wie bei echter thailändischer Musik, woran man sehen kann, wie verderblich der Einfluß der westlichen Kultur sein kann.

Ich kann am besten erklären, was schön ist, wenn ich das typisch thailändische Weihnachtsfest als Beispiel nehme. Hierbei werden viele schöne Päckchen an Weihnachtsbäume gehängt und an Freunde, Verwandte und Bekannte verteilt. Es ist unwichtig, was in den Päckchen ist. Das kann ein Bonbon, ein Kamm oder manchmal auch gar nichts sein. Deshalb werden Päckchen auch niemals in Gegenwart des Schenkenden geöffnet, um ihm das enttäuschte Gesicht des Beschenkten zu ersparen. Aber der Inhalt ist dabei völlig nebensächlich. Es kommt doch nur auf die Verpackung an, auf die Schönheit der Päckchen mit buntem Papier und Schleife.

Ich finde es lustig, daß die Farang sich überlegen, was das thailändische Lächeln bedeutet. Das kommt nur, weil sie nicht wissen, was schön ist. Mit dem Lächeln ist das genauso, wie mit den Weihnachtspäckchen. Es muß überhaupt keinen Inhalt haben und oft wird nur gelächelt, weil es schön ist. Aber wir Thai können selbst in kritischen Zuständen immer noch lächeln.

Ich muß mich immer wieder über die Farang wundern, die richtig zuhören, wenn wir sprechen. Sie versuchen, zu verstehen was wir sagen, welche Bedeutung das hat und ziehen ihre Schlüsse daraus. Das ist auch so, wie mit den Päckchen. Sie wissen nicht, daß wir miteinander sprechen, weil das schön ist und oft sinnlos etwas Schönes sagen, weil das vielmehr Spaß macht.

Ich bin sehr getroffen, wenn Farang sagen, daß wir Thai lügen. Kein Thai würde jemals in seinem Leben lügen, weil das nicht schön ist. Die Farang verstehen in ihrer Unwissenheit nicht, daß wir schön sprechen und damit jedem eine Freude machen. Die Wahrheit ist selten schön und man muß das Unschöne vermeiden. Wenn ein Farang eine thailändische Frau fragt: „Liebst Du mich?“, dann ist es doch gar nicht schön, wenn sie antwortet: „Du Trottel bist dumm, faul, fett und gefräßig, Du findest bei Dir zuhause noch nicht einmal eine Frau, deshalb willst Du mit mir ins Bett und behandelst mich wie eine Dienerin. Du bist geizig, nervst mich und ich warte nur, bis ich mein Geld habe, um Dich loszuwerden.“ Das wäre doch gar nicht schön. Deshalb sagt sie ihm: „My darling, I love you too much!“ Das ist viel schöner, weil er das ja auch hören will. Er freut sich darüber und gibt ihr dann viel Geld dafür, woran man sehen kann, daß Schönheit auch einen Sinn haben kann und zum Erfolg führt.

Ich habe schon von Farang gehört, die sich darüber beschweren, daß sie für Eintrittsgelder und Waren oft viel mehr bezahlen müssen, als wir Thai. Das ist gar nicht schön, weil sie doch nur Farang sind und einsehen müssen, daß sie deswegen mehr bezahlen müssen, als wir thailändischen Menschen. Sie verstehen einfach nicht, daß das Einzige, was man bei ihnen an Schönem finden kann, nicht ihre Bildung oder ihr Verstand, sondern ihr Geld ist und daß wir alles, was schön ist, besonders lieben, auch wenn es nur von Farang kommt. Ich weiß, daß viele Farang sagen, das ist Diskriminierung und daß wir die Farang gar nicht mögen. Aber die Farang verstehen das nicht, weil sie überheblich und eingebildet sind und glauben, daß sie in Thailand ernstgenommen werden können.


Ich habe aber auch schon von Farang gehört, die einsichtig sind und genau wissen, was sie in Thailand bedeuten. Die treffen sich alle zwei Wochen im Ausländerclub von Pattaya. Dort ist dann auch der Polizeichef von Pattaya und ein Staatsanwalt, der Ehrenvorsitzender im Ausländerclub wurde, weil er Thai ist. Der hat gesagt: „Farang must have dignity“ und fügte hinzu, die Farang sollen sich an die Gesetze halten. Das fanden sie richtig. Sie bemühen sich, den ihnen zustehenden Platz in der thailändischen Gesellschaft zu akzeptierenund einem Thai nicht zu widersprechen, was weder schön noch klug wäre. Ich habe sofort verstanden, daß er sich gewählt ausgedrückt und nicht zu Menschen, sondern nur zu Farang gesprochen hat, weil man bei Menschen immer das Wort ‘Khon’ für Mensch hinzufügt, wie bei ‘Khon Thai’ für Thailänder, oder ‘Khon Tang Dao’ für Ausländer. ‘Farang’ sind Früchte, es ist aber auch ein Slangwort, das durch die französischen Söldner zu Zeiten Narais des Großen, die ‘Françaises’, entstanden ist, die man wegen Ausspracheproblemen ‘Farang’ nannte. Danach bezeichnete man alle, die ähnlich waren (weißhäutig), als ‘Farang’, sagt aber bei korrektem Sprachgebrauch ‘Khon Farang’. Zu Thailändern hätte der Ehrenvorsitzende gesagt: „Khon Thai have dignity“, (thailändische Menschen haben Anstand und Ehre), er sagte aber: „Farang must have dignity“, (Farang sollten Ehre und Anstand haben) und forderte sie auf, die Gesetze zu beachten. Ich finde es gut, daß er den Farang gesagt hat, wie gebildete Leute von Farang denken, und ich hoffe auch, daß diese Früchtchen sich in Zukunft um Ehre und Anstand und um die Einhaltung der thailändischen Gesetze bemühen werden.

Ich hoffe immer noch, den Farang Anstand und Benehmen beibringen zu können, damit sie hier nicht so stören und nicht die Kultur und die Jugend gefährden. Ich weiß, die Farang sollten nur ihr Geld schicken und zuhause bleiben, aber sie sehen nicht ein, daß sie uns besser nur Spenden schicken und nicht weiter stören.

Ich habe erklärt, daß das Leben eines jeden Thailänders von allem Schönen beherrscht wird, also vornehmlich vom Vaterland, von der Religion und selbstverständlich denken wir viel öfter an Geld. Weil wir nicht genug davon haben, ist es uns auch sehr wichtig. Es ist uns wichtiger, als unsere Familien und unsere Kinder, weil ein Mensch, der
viel Geld hat, auch viel Macht besitzt und die Macht über unsere Kinder und unsere Frauen haben wir ja sowieso. Ich kann gar nicht verstehen, daß es Farang gibt, die behaupten, daß die Thai keine Farang mögen. Wo doch jeder weiß, daß die Farang alle reich sind, ist es doch selbstverständlich, daß wir die Farang lieben. Sogar die Regierung, der die Bevölkerung ziemlich gleichgültig ist, liebt die Farang.


Vielleicht schon, wenn sie über dreißigtausend Baht, ganz bestimmt aber, wenn sie über sechzigtausend Baht am Tag ausgeben, dann nennt unsere Regierung diese Leute ‘Qualitätstouristen’. Ich finde das sehr ungerecht, weil die Regierung noch nie von einem Qualitäts – Thai gesprochen hat und ich habe das Gefühl, daß die Regierung die Ausländer vorzieht und sich viel mehr mit den Ausländern beschäftigt, nur weil sie mehr Geld haben. deshalb darf sie nur die Thai lieben und nicht etwa die Ausländer, nur weil sie Geld haben. Ich muß natürlich zugeben, daß viele Thai es nicht mögen, wenn die Regierung sich mit ihnen beschäftigt, weil sie dann immer etwas bezahlen müssen. Sie finden es richtig, wenn die Regierung sich mehr mit den Farang beschäftigt, weil die mehr Geld haben und alles bezahlen können, was die Regierung von ihnen will. Das kommt, weil ihnen auch gar nichts übrig bleibt, weil in Thailand kein Gesetz anerkannt wird, sondern die Polizei bestimmt, was Recht ist, hat die Polizei gesagt. Ich darf den Farang aber sagen, daß sie sich in Thailand wohlfühlen können. Viele Farang kommen, weil sie Anerkennung und Liebe suchen. Wir machen es den Farang dabei ganz leicht, damit sie alles bekommen, was sie suchen. Wir erkennen jeden Betrag an, und je mehr sie bezahlen, desto mehr lieben wir sie.

Ich muß nun darauf hinweisen, dass gleich nach dem Wichtigsten und dem Schönen das Herz und die Liebe kommen, die das Leben eines jeden Thailänders bestimmen und ihm seine tiefere Bedeutung, seinen Inhalt und seine Vollendung verleihen. Da wir Thai eine ganz besonders innige Beziehung zum Geld haben, versteht sich von selbst, daß wir es lieben. Und weil Geld besonders wichtig und sehr schön ist, und weil wir es lieben, ist auch selbstverständlich, daß es bei fast allen Thai einen ganz besonderen Platz in ihrem Leben und in ihren Herzen hat, weshalb wir es nie vergessen können und bei allen unseren Handlungen liebevoll berücksichtigen. Ich habe den Farang nun verständlich zu machen, daß das Herz im Thailändischen eine sehr vielfältige Bedeutung hat. In der Sprache ist das Herz an sehr vielen Adjektiven beteiligt.

Es ist sowohl der Ort der Gefühle als auch des Denkens, weshalb viele Farang unser Denken nicht verstehen. Sie sagen, wir denken nicht logisch und vergessen, daß wir mit dem Herzen denken, das nicht der Ort der Logik ist. Aber aus dem Herzen kommt die Liebe, das weiß man sogar im Ausland.

Ich habe schon im Vorschulkindergarten gelernt, daß die höchste Liebe die Vaterlandsliebe ist. Dort lernen wir, daß wir unser Vaterland mit unserem Blut gegen alle Ausländer verteidigen werden, weshalb wir auch wissen, daß alle Ausländer unsere Feinde sind und uns unser Land wegnehmen wollen, weil es das beste Land auf der Welt ist. Wir lassen uns unser Land aber nicht wegnehmen, weil wir es lieben und die Absichten der Ausländer genau kennen. Deswegen dürfen Ausländer bei uns auch keinen Grundbesitz haben, während wir im Ausland nach Belieben Grund und Boden kaufen dürfen, woran man sieht, daß wir viel schlauer sind, als die Farang. Ich muß hinzufügen, daß diese Vaterlandsliebe eine der vorrangigsten Interessen jedes Thailänders ist, weshalb wir alle unser geliebtes Vaterland vor den Ausländern schützen. Deswegen dürfen Ausländer auch keine Geschäfte haben oder Handel treiben, wie wir Thai im Ausland, und sie bekommen praktisch auch keine Arbeitsgenehmigung. Offiziell bekommen sie diese Genehmigung, wenn sie einen Anstellungsvertrag mit einer Company haben, die mit wenigstens zwei Millionen Baht eingetragen ist, und über 40.000 Baht im Monat verdienen. Aber wenn eine Company gegründet wird und den Antrag stellt, bekommen sie keine Arbeitsgenehmigung, weil die Company möglicherweise nicht genug einbringt.

Weil unsere Regierung ihr Vaterland und die Wirtschaft liebt, erhalten beispielsweise Zeitungsgesellschaften, die fremdsprachige Schriften herstellen, seit einigen Jahren keine Arbeitsgenehmigung mehr für Ausländer und dürfen zum Schreiben und Setzen nur Thailänder einstellen. Ich bedauere, daß ich mich mit meinem Schreiben an Ihre Firma wenden muß, weil es keine Thai gibt, die eine deutschsprachige Zeitung schreiben, setzen oder herausgeben können. Aber sie müssen zugeben, daß wir damit verhindern, daß die Farang mit ihren Informationen unsere Kultur beschädigen und bei uns Geld verdienen, was wir selbst haben wollen. Ich darf Ihnen aber versichern, daß Ausländer aufgrund der Liebe und der Wertschätzung, die wir Thai ihnen entgegenbringen, schon Genehmigungen bekommen können. Sie müssen nur den richtigen Beamten im richtigen Moment die richtige Summe geben. Wenn die höher ist, als das, was der Farang verdienen kann, erhält er problemlos seine Genehmigung. Damit halten wir die Farang aus unserer Wirtschaft heraus und verdienen an der Arbeit der Farang mehr, als sie selbst, weshalb wir viel geschäftstüchtiger sind, als die Farang, besser profitieren und eine rein thailändische Wirtschaft haben.

Ich muß darauf hinweisen, daß die Farang kein Recht haben, zu sagen, daß wir nicht logisch sind. Denn durch die Vaterlandsliebe und die rein thailändische Wirtschaft verdienen wir alle und besonders die Polizisten und die anderen Beamten viel Geld an den Genehmigungen, die die Farang brauchen und außerdem können unser Ministerpräsident, seine Familie, sein Chauffeur, sein Gärtner, seine Freunde, viele Beamte und ihre Familien bei einer rein thailändischen Wirtschaft viel Geld machen, was nur zu einem kleinen Teil von den Farang kommt und allen thailändischen Beamten und damit der thailändischen Volkswirtschaft zugute kommt. Das ist doch wirklich sehr logisch.

Ich weiß natürlich, daß die Farang nicht wegen unserer Vaterlandsliebe nach Thailand kommen. Aber auch sie lieben unser Land, unsere Gesetze und Verordnungen, die Beamten und die Polizisten, denn sonst würden sie ja nicht nach Thailand kommen und für ihre Vergnügungen oft viel mehr bezahlen, als wir Thai zu bezahlen haben. Ich nehme an, daß viele Farang so gerne in unsere Bars und Diskotheken kommen, weil die Polizei dort so viele Razzien durchführen. Bestimmt ist es ihnen in anderen Ländern zu langweilig, wenn sie ausgehen und nicht einmal einer Ausweiskontrolle und einer Urinprobe unterzogen werden, wie wir das in Thailand gerne tun. Ich habe gehört, daß viele Farang wegen der Liebe zu Menschen nach Thailand kommen, aber die ist keine thailändische Erfindung. In Thailand unterteilen wir diese einmal in männliche und weibliche Liebe.

Weibliche Liebe bedeutet gehorchen, verliebt spielen, brauchbar sein, dienen und materiell versorgt werden, wofür es aber keine Garantie gibt. Männliche Liebe bedeutet beherrschen, sich vergnügen und befehlen können und eine Frau versorgen müssen, was aber meist sehr preiswert geschieht und durch einen einfachen Wohnungswechsel beendet werden kann. Dann müssen die Frau und die Kinder nicht mehr versorgt werden und der Mann kann eine andere Frau zum Lieben suchen.

Ich muß hier auch noch die Liebe zwischen Farang und Thailändern erwähnen, die ein große ökonomische Rolle spielt. Wenn der Farang eine Thai liebt, so bedeutet das, daß der Farang zu bezahlen hat. Wenn nun Thailänder oder Thailänderinnen einen Farang lieben, so bedeutet dies auch, daß der Farang zu bezahlen hat. Das ist das Wesen der Liebe und dann ist sie völlig problemlos. Ein Farang, der viel liebt, muß eben viel bezahlen und erhält dafür so viel Liebe, wie er haben will.

Ich darf hier einfügen, daß es einige Farang gibt, die schon öfter in Thailand waren und hier viel gelernt haben. Sie sind fast so klug, wie wir Thai. Sie kommen mit viel Liebe und bringen deshalb viel Geld mit. Sie lieben eine Frau eine Nacht, eine Woche oder länger und dann bezahlen sie dafür. Wenn sie dann keine Lust mehr haben, diese Frau zu lieben, dann lieben sie eben eine andere und bezahlen dafür oder sie fahren nachhause. Das sind kluge Menschen, die den wahren Sinn des Lebens und die wahre Liebe kennen, ohne mit dieser jemals Probleme zu haben.

Ich habe aber auch schon von anderen gehört, die nach Thailand kommen, um eine Frau zu suchen, die sie zwar bisher noch nicht kennen, aber dennoch lieben, oder eine Frau, die sie spätestens beim ersten Anblick heiß und innig liebt. Das sind ganz außerordentlich dumme Menschen. Sie überlegen sich nicht einmal, was sie eigentlich suchen. Sie wollen ein Geschäft machen und wissen es selbst nicht einmal. Sie sagen, sie wollen eine Frau lieben und meinen, sie wollen sie besitzen, eine Frau, die ihnen gehört und die sie heiraten oder ins Ausland mitnehmen können und glauben, sie brauchten nicht dafür zu bezahlen. Sie überlegen noch nicht einmal, ob sie mit dieser Frau leben können oder ob diese Frau mit ihnen leben oder ob sie überhaupt jemand lieben kann. Sie glauben, daß diese Frau einen Farang liebt, weil er so schön oder so gut ist. In Wirklichkeit bezahlen diese Farang die Frau dann mit viel Geld, mit Schmuck, mit einem Haus, einer Firma, mit einer Bankvollmacht oder allem, was sie haben, einschließlich ihrer Nerven.
Für diese Farang sollte man ein Sortiment kleiner Frauen in der Spielzeugabteilung eines Warenhauses aufnehmen. Sie verhalten sich wie ein kleines Kind, das sich einen Mönch nachhause mitnehmen will, weil er ihn für lustig hält und meint, der könnte dann mit ihm spielen, das Haus saubermachen, für ihn die Suppe kochen und beten, wenn er ihm einen Teller Reis dafür gibt.

Ich weiß, daß die Farang abends in Bars gehen und Alkohol trinken. Das ist natürlich sehr unanständig, sagt die Regierung, weil dort Alkohol getrunken wird und weil dort unanständige Frauen verkehren, die die
Farang lieben. Deshalb sagt die Regierung den Farang, sie sollen Tempel, Klöster und Nationalparks besuchen. Leider ist ihr aber noch nichts eingefallen, was die Farang an den Abenden unternehmen sollen. Wenn ein Farang in einer Bar Probleme hat, man ihm eine Fantasiesumme auf die Rechnung schreibt oder ihm den fünffachen Preis abnimmt, weil er ein Farang ist (was aber selten vorkommt), dann sagt die Polizei dem Farang, daß er unanständig ist, wenn er in eine Bar geht und damit rechnen muß, daß es teuer wird. Wenn ihm das nicht paßt, soll er im Hotel bleiben oder einkaufen gehen. Sie meint damit, daß der Farang an Bars und Diskotheken alles bezahlen soll, was von ihm verlangt wird, gleich ob er betrogen wird oder nicht, weil vielleicht ein Polizist daran verdient, was ja schließlich der Ökonomie zugute kommt.

Ich finde es gut, daß die Regierung die Schließung aller Bars um zwei Uhr befohlen hat, um die Jugend nicht zum Drogenmissbrauch zu verführen, weil dort Frauen Alkohol ausschenken, was unanständig ist. Dann können die Farang die Frauen ins Hotel mitnehmen und dort Alkohol trinken, denn im Hotel ist das wieder anständig.

Prikchai na Klongtoey
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Beitrag von expat »

Lieber Horst,

Sag mir Bescheid, ob der Beitrag hier richtig ist, oder
ob du ihn lieber in der Witzabteilung haben willst.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
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H.H.
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Beitrag von H.H. »

Ist hier schon richtig - jedenfalls bleibt dem Leser kein Schmunzeln erspart.

....bis im März!
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Beitrag von expat »

H.H. hat geschrieben:Ist hier schon richtig - jedenfalls bleibt dem Leser kein Schmunzeln erspart.

....bis im März!
Sag mir noch, woher das stammt. Echt von einem Thai
(ich bin ja naiv) oder wo hast du es her?
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
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Beitrag von H.H. »

....von einem Freund der leider nicht mehr unter uns weilt!
Lieber ein Winter in Thailand als ein Sommer in Germany.
onuk

Beitrag von onuk »

ich finde den text eigendlich garnicht so abwegig.
ist vieleicht in mancher hinsicht etwas überspitzt.
aber der durchschnitt thai hat eine sehr ähnliche einstellung. diskriminierung, ausländerfeindlichekeit, rassismus ist doch hier an der tagesordnung. ich spüre und erfahre das jeden tag.man muß natürlich die augen und ohren aufsperren. ich dneke die meisten westler gehen verträumt und blind durch die gegend.
manche lassen sich hier schickanieren von allen möglichen leuten und vor allem von behörden, das würden sie sich zuhause nie bieten lassen.oder wenn ein ausländer so in ihrem heimatland behandelt werden würde, dann
würde das ein riesen protest auslösen.
ich als westler hab auch rechte
seid mal ehrlich zu euch selbst und hört auf zu träumen!!! :Grin:
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Beitrag von expat »

onuk hat geschrieben: seid mal ehrlich zu euch selbst und hört auf zu träumen!!! :Grin:
Ich lebe jetzt 10 Jahre in Thailand. Träumen tue ich
nur in der Nacht. Schlafen kann ich deshalb, weil ich
mir meine Schlafzimmerfenster mit Doppelverglasung ver-
sehn lassen habe. Wäre es sinnvoll gewesen, draußen für
Ruhe zu sorgen stattdessen? Eindeutig nein.
Wir leben in einem exotischen Land mit völlig anderen
Prinzipien. Das Prinzip hier ist Pragmatismus. Was
machbar ist, wird gemacht. Veränderung und Kritik sind
verpönt. Ich richte mich danach und profitiere davon.
Ich muss mich nämlich dann nicht ärgern. Prinzipien-
treue ist etwas sehr Schönes, aber nur da, wo man
nicht damit aneckt.
Über diesen Bericht hier könnte ich schon einiges
sagen, aber wenn mir zu viel auf einmal gesagt wird,
werde ich stumm. Es erdrückt mich. Ich denke auch, es
ist Satire. Das kann man einfach stehen lassen und
sich freuen.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
onuk

Beitrag von onuk »

Sag mir noch, woher das stammt. Echt von einem Thai
(ich bin ja naiv) oder wo hast du es her?


also ich bin mit absoluter sicherheit kein thailand experte und ich habe keine sekunde daran gezweifelt, daß dieser bericht nie und nimmer von einem thai geschrieben wurde.
ich will dich damit nicht kritisieren.
ich fands nur lustig wie dus geschrieben hast
onuk

Beitrag von onuk »

Ich lebe jetzt 10 Jahre in Thailand. Träumen tue ich
nur in der Nacht. Schlafen kann ich deshalb, weil ich
mir meine Schlafzimmerfenster mit Doppelverglasung ver-
sehn lassen habe. Wäre es sinnvoll gewesen, draußen für
Ruhe zu sorgen stattdessen? Eindeutig nein.
Wir leben in einem exotischen Land mit völlig anderen
Prinzipien. Das Prinzip hier ist Pragmatismus. Was
machbar ist, wird gemacht. Veränderung und Kritik sind
verpönt. Ich richte mich danach und profitiere davon.
Ich muss mich nämlich dann nicht ärgern. Prinzipien-
treue ist etwas sehr Schönes, aber nur da, wo man
nicht damit aneckt.
Über diesen Bericht hier könnte ich schon einiges
sagen, aber wenn mir zu viel auf einmal gesagt wird,
werde ich stumm. Es erdrückt mich. Ich denke auch, es
ist Satire. Das kann man einfach stehen lassen und
sich freuen.


du schreibst veränderung und kritik sind verpönt hier .ich gib dir da recht . einer der grundprezipien des buddhismus ist doch "nichts ist permanent" müßte doch ein leichtes sein für sogenannte buddhisten eine veränderung locker hinzunehmen.

grüße kuno
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Beitrag von expat »

onuk hat geschrieben: du schreibst veränderung und kritik sind verpönt hier .ich gib dir da recht . einer der grundprezipien des buddhismus ist doch "nichts ist permanent" müßte doch ein leichtes sein für sogenannte buddhisten eine veränderung locker hinzunehmen.

grüße kuno
Man kann ja auch nicht die westliche Gesellschaft nach
den Regeln des Christentums beurteilen und behandeln.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
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