Wie ich mich mal in's Unrecht gesetzt habe.

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expat
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Wie ich mich mal in's Unrecht gesetzt habe.

Beitrag von expat »

Vor bald neuen Jahren wollte ich in ChiangMai mal in der dortigen Sprach-
schule AUA Thai lernen. ich hatte mir für die Zeit ein Hotel gemietet und
den Kurs gebucht. In Pattaya nun ergab es sich, dass ich eine Lady ken-
nenlernete - nein, nicht auf der Bank - die sich anbot als Begleitung. Ich
begab mich also mit ihr zum Reisebüro, um ein zweites Flugticket zum
vorhandenen zu buchen. Das wurde auch erledigt. Der smarte junge Mann
hatte zu meinem Ticket für Sonnabend einen Flug für sie am Montag ge-
bucht. Ich erklärte ihm. dass wir selbstverständlich zusammen fliegen
wollten, wenn nicht am Sonnabend, so eben am Montag. Ok. Also die
Tickets Montag früh abholen. Beim abholen erklärte er nun, dass ich hun-
dert Baht extra zu bezahlen hätte, da ich ja den Flug vom Sonnabend
nicht gecancelt hätte. Ich sei also ein noshow. Wie aber, so fragte ich
hätte ich denn den Flug canceln sollen, wenn doch das Ticket in seinem
Büro sei. Er doch hätte es canceln müssen. Am Wochenende könne man
Flüge nicht canceln. Dem widersprach ich, weil ich es besser wusste.
Ja, kam dann, er hätte gedacht, dass ich den Flug schon gescancelt hätte.
Ich kannte damals die Gepflogenheiten in Thailand nur ansatzweise und
wurde nun doch etwas bestimmter in meiner Diktion. Wie bitte, fragte
ich ihn, ich käme also mit einem Ticket, das ich gecancelt hätte, um ein
zweites dafür zu kaufen?
Da mischte sich der Chef ein und meinte, ich müsse auch die Thais ver-
stehen. Dem erklärte ich, dass er mich sicher noch öfter sehen würde,
wenn ich außen an seinem Geschäft vorbei ginge. Herein aber käme ich
nie mehr.
Auf solche Gespräche verzichte ich heutzutage.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
conny
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Beitrag von conny »

Auf solche Gespräche verzichte ich heutzutage.
Das ist auch besser so, denn nichts ist für eine(n) Thai schlimmer, als einen Fehler einzugestehen. Aber das weißt du ja mittlerweile sicherlich, denn die Geschichte ist ja auch schon lange her.
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expat
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Beitrag von expat »

conny hat geschrieben:
Auf solche Gespräche verzichte ich heutzutage.
Das ist auch besser so, denn nichts ist für eine(n) Thai schlimmer, als einen Fehler einzugestehen. Aber das weißt du ja mittlerweile sicherlich, denn die Geschichte ist ja auch schon lange her.
Man wundert sich dann nur, warum sie so gerne den Farang immer als Sündenbock abstempeln.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
conny
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Registriert: Sa 18. Aug 2007, 03:25

Beitrag von conny »

Dafür gibts einen (guten) Grund :

Der Farang ist kein Thai ( und denkt und fühlt deshalb aus Thaisicht anders ) .

Vielleicht aber auch :

Dort ist i.d.R. Geld zu holen und deshalb ist es Wichtig, dem Farang ein Schuldgefühl zu vermitteln :lol: :lol:
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