Die deutsche Pharmaindustrie

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expat
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Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von expat »

Es scheint so zu sein, dass die deutsche Pharmaindustrie daran interessiert ist, chronische Erkrankungen zu erhalten:

http://mediathek.daserste.de/daserste/s ... to=1&show=

Ein erwiesenermaßen wirksames Medikament gegen Neurodermitis wird massiv behindert, weil die Konzerne ihre eigenen zumeist annährend wirkungsslosen und mit Nebenwirkungen behafteten Mittel verkaufen wollen.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
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Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von expat »

HPollmeier hat geschrieben:
Thema hat in anderen Foren schon zu heftigen Diskussionen gefuehrt; dazu moechte ich aber keinen Anlass geben.

Ne Heinz, das musst du hier auch nicht befürchten. :biggrin:
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
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Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von expat »

HPollmeier hat geschrieben:
ich habe den Film nicht gesehen, aber Pharma-Skandale werden bei uns in der Regel unterdrueckt. Ich habe ein altes Manuskript ausgegraben.
Es geht bei dem Film darum, dass ein wirksamesa Mittel gegen Neurodermitis von den Firmen unterdrückt bzw. nicht in die Produktion aufgenommen wird, weil mit unwirksamen Mittel noch Geld verdient wird. Man will sich vermutlich chronisch Kranke erhalten, weil sie Geld bringen. je länger umso besser.
HPollmeier hat geschrieben:Ob es die am Schluß genannte Lektuere noch gibt, habe ich nicht ueberprueft.
http://buchhandel.bvdep.com/titelsuche. ... 26369-42-6

https://portal.d-nb.de/opac.htm?method= ... Position=0

http://www.bookcrossing.com/journal/5276281

http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Math ... nkritiker)
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
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Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von expat »

Bei Maybrit Illner habe ich eben Norbert Blüm in einer Form über die deutsche Pharmaindustrie herziehen erlebt, dass ich mich schon gewundert habe. Mal sehen, ob ich irgendwo den Text herbekomme.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
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Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von expat »

Neele hat geschrieben:Den Text hab ich so auf die schnelle auch nicht parat.
Meinst du das:
Genau das.
"Die sind nicht satisfaktionsfähig."
"Ein solcher Verband ist nicht fähig, am Sozialstaat mitzuarbeiten."
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
Somprit

Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von Somprit »

... ob man(n) das wirklich schaffen wird ..... :denk:

Bittere Pillen für die Pharmabranche
Das Arzneimittelsparpaket der schwarz-gelben Koalition nimmt Formen an: Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) und die Unions-Gesundheitspolitiker haben sich auf ein Konzept zu Kosteneinsparungen im Arzneimittelbereich geeinigt. Rösler legte dafür die mit den Koalitionsfraktionen abgestimmten Eckpunkte vor, die zum 1. Januar 2011 in Kraft treten sollen. Es sieht eine Mischung aus kurz- und langfristigen Maßnahmen zur Eindämmung der stetig steigenden Ausgaben für Medikamente vor. Hauptansatzpunkt sind die neuen innnovativen Arzneimittel, doch betroffen von den Neuregelungen sind auch die Generika. Mit dem Arznei-Paket sollen bereits nächstes Jahr knapp 1,5 Milliarden Euro gespart werden.
Um kurzfristig die Kosten zu senken, wollen Union und FDP die Hersteller zu höheren Rabatten gegenüber den Versicherern verpflichten. Der Zwangsrabatt soll von derzeit sechs auf 16 Prozent steigen. Außerdem sollen die Arzneimittelpreise bis Ende 2013 auf dem Niveau von August 2009 eingefroren werden.
Preisverhandlungen mit Krankenkassen
Gesundheitsminister Rösler war Mitte März bereits auf Konfrontationskurs zur Pharmabranche gegangen. Mehrfach hatte er angekündigt, das Preismonopol der Hersteller brechen zu wollen. Bisher können die Hersteller die Preise für neue Medikamente selbst bestimmen, die Krankenkassen sind zur Kostenübernahme verpflichtet. Das will Rösler ändern. Künftig soll die Pharmaindustrie gezwungen werden, Vertragsverhandlungen mit den Kassen über Arzneimittelpreise zu führen.
Pharmabranche erhält Schonfrist
Grundlage dieser Preisverhandlungen mit den Krankenkassen sollen sogenannte Kosten-Nutzen-Analysen für neu zugelassene und damit patentgeschützte Arzneimittel sein. Künftig müssen die Hersteller mit eigenen wissenschaftlichen Studien belegen, dass neue Medikamente einen zusätzlichen Nutzen haben. Diese Ergebnisse sollen dann vom Gemeinsamen Bundesausschuss und dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) geprüft werden. Ergibt diese Überprüfung, dass das neue Medikament keinen Zusatznutzen hat, werden Erstattungsobergrenzen - sogenannte Festbeträge - festgelegt.
Allerdings räumte Rösler der Pharmabranche eine Schonfrist ein. Demnach sollen patentgeschützte Arzneimittel zunächst zu den von den Firmen festgesetzten Preisen auf den Markt kommen. Dafür erhalten sie eine Art Schonfrist von einem Jahr, bevor der ausgehandelte Preis gilt. Kommt dieser nicht zustande, legt eine Schiedskommission den Preis fest.
Lob von den gesetzlichen Krankenkassen...
"Wir haben den Systemwechsel geschafft", sagte FDP-Gesundheitspolitikerin Ulrike Flach. Es werde eine strukturelle, marktwirtschaftliche Reform geben statt kurzfristiger Kostendämpfung. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jens Spahn (CDU) bezeichnete das Vorhaben als "revolutionäre" und "fast historische" Entscheidung. Unions-Fraktionsvize Johannes Singhammer (CSU) wertete die Einigung als Zeichen der Handlungsfähigkeit von Schwarz-Gelb.
Zustimmung kam auch von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV): "Preisverhandlungen in Verbindung mit einer vernünftigen Nutzenbewertung sind der Schlüssel, um bei neuen Medikamenten überhöhte Preise zu verhindern", sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer. Hier sei ein insgesamt gutes Paket geschnürt worden. Der größte gesetzliche Versicherer, die Barmer GEK, bezeichnete das Vorhaben als "richtig".
... und Kritik von der Pharmabranche
Als untauglich bezeichnete hingegen der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie das Preismoratorium und den erhöhten Herstellerabschlag. Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen bezeichnete die Zwangsrabatte als "Gift für den Investitionsstandort Deutschland". Der Bundesverband der Arzneimittelhersteller lehnt die Weiterentwicklung des Rabattsystems ab, die Generika-Industrie alle Vorschläge ohne Wenn und Aber.
... und von der Opposition
Nach Ansicht des gesundheitspolitische Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, gehen die Vorschläge voll zu Lasten der Patienten. Kosten würden dadurch nicht gesenkt. Er sprach von einem "faulen Kompromiss". Im ersten Jahr der Markteinführung könnten die Pharmafirmen die Preise weiter diktieren und in dieser Zeit besonders anheben - nur um später in den Verhandlungen Abschläge zu gewähren. Ähnlich argumentierte die Gesundheitspolitikerin der Linkspartei, Katrin Vogler: Ein "ganzes Jahr Freiflug" für die Pharmaindustrie sei zu viel.
Ausgaben für Arzneimittel steigen seit Jahren
Im vergangenen Jahr stiegen die Ausgaben für Medikamente auf Rezept um 5,3 Prozent je Versicherten oder insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Im Bereich der patentgeschützten Medikamente gab es einen Zuwachs von fast neun Prozent. Den gesetzlichen Krankenkassen fehlen nach Berechnungen des Bundesversicherungsamts bis 2011 zwischen 6,4 und 15 Milliarden Euro. Schon in diesem Jahr fließen insgesamt rund 15,7 Milliarden Euro Steuergeld, um die Löcher im Gesundheitssystem zu stopfen.
Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/arzneim ... et102.html
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Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von expat »

Wie ich so in der Deutschen Welle mitbekommen habe, ist das so ungefähr das, was die Pharmaindustrie von sich aus angeboten hat.
Die FDP, das Überflüssigste, das im Nachkriegsdeutschland zu finden ist, hat es wohl weitestgehend nur abgeschrieben.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.
Somprit

Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von Somprit »

...wenn ich etwas über diesen Industriezweig lese, fällt mir stets ein sehr alter lieb gewordener Freund hier im Norden sein... ER verteidigt stets diese horrenden Summen, welche die Pharmaindustrie für sich in Anspruch nimmt..., denn er war einst eng mit ihnen - nicht den Summen - ein Berufsleben lang verbunden....
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Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von expat »

Das gesamte moderne "Gesundheitswesen" hat mich schon früh in meinem Leben, also so um 35, mit Misstrauen erfüllt. Wenn kaum jemand sein Leben tatsächlich auf Gesundheit ausrichtet, was Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit anbelangt, dann aber jeder aus der Versicherung mehr rausholen will, als er einzahlt, wie soll das gehen? Und wenn die Pharmaindustrie an Heilungen ja gar nicht interessiert sein kann, weil sie sich ja nicht überflüssig machen will, dann ist das ganze System krank. Nun bin ich also 70, habe keine Krankenversicherung, bin munter und hochprozentig gesund, nehme nie Medikamente zu mir, außer im Notfall mal ein Aspirin, und zeige doch damit, dass so was geht, wenn man das Glück hat früh genug anzufangen. Das heißt in meinem Fall, wenn man das Glück hat, mit 35 an einem Fuß eine heftige arthritische Entzündung zu bekommen, die einen dazu bringt, sich Literatur alternativer Art zu besorgen, also Kollath, Bruker, Bircher-Benner und dann noch ein ganz fanatischer Vertreter der Rohkost, ein Herr Günter aus der Schweiz. Denen glaubte ich mehr als meinen Ärzten, und ich tat gut daran. Obwohl bei mir der Rheumafaktor dreifach positiv ist, und das ändert sich auch nicht mehr, hat sich nie wieder etwas Rheumatisches bei mir gezeigt. Dafür habe ich neben der vegetarischen Ernährung aber auch noch das Joggen 30 Jahre lang betrieben, wenn auch nicht übermäßig. Und natürlich habe ich zu diesem Wendepunkt dann auch das Rauchen aufgehört.
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Somprit

Re: Die deutsche Pharmaindustrie

Beitrag von Somprit »

... deine Worte, quasi diese "Vorhaltungen über gesundes Leben, gesunde Ernährung" könnten direkt aus dem Munde meines Engels kommen... deren ich längst überdrüssig bin :kotz: .... nämlich ihrer sehr gehaltsvollen Worte, welche ich stets in den Wind schlage... ich lebe wie es MIR gefällt, d.h., ich ernähre mich nach Lust & Laune und nicht (leider) nach den Bedürfnissen meiner Gesundheit :bad:
Ich schlucke tagtäglich meine Harnsäure senkende Medikamente .... und aß z.B. heute Abend meinen Rollbraten, schön fett & somit durchwachsenmit Bohnensalat ... :Shy: :smoke: ... versuche jedoch morgen mit meinem Müssli einen gewissen Ausgleich zu erzeugen ... :denk:
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